Der Sternenbeobachter #01 – Die Ankunft im Nebel

Eine Sims 3 Story von Simversum

Willkommen zur ersten Folge von Der Sternenbeobachter. Hier beginnt die Reise von Elian Graustein, einem Sim, der in Twinbrook ein neues Leben beginnt. Zwischen Nebel, Sümpfen und Sternen entfaltet sich eine atmosphärische Sims 3 Story voller Geheimnisse, Naturverbundenheit und kosmischer Fragen. Begleite Elian auf seiner Reise und entdecke, wie Vergangenheit und Zukunft im Lauf der Zeit miteinander verwoben sind.

Die Ankunft

Als die Welt schlief, kam Elian Graustein an. Der Nebel von Twinbrook legte sich wie ein Mantel über die Sümpfe und in der Stille fand er, was er suchte: einen Ort, wo die Sterne klarer sprachen als die Menschen. Er ließ die geschäftige Stadt hinter sich, um hier, am Rand der Welt, einen Neuanfang zu wagen.

Das geschäftige Treiben und die Oberflächlichkeit hatten ihn erdrückt. Er suchte, nein, brauchte einen Ort, wo die Sterne klarer zu sehen sind und die Natur ihn umgibt. Das alles konnte ihm seine alte Heimat nicht bieten. Oft hatte er darüber nachgedacht, weg zu gehen. Weg in die Natur, weg zu der stillen und faszinierenden Dunkelheit der Nacht. Ob er hier seiner Bestimmung nachgehen könnte? Lange hat er gezögert. Doch dann klemmte er sich eines Nachts sein Teleskop unter den Arm und verschwand in die fremde Weite.

Das Haus im Nebel

Sein neues Zuhause liegt im wenig erschlossenen Teil von Twinbrook: ein kleiner, alter Ort mit zwei Gesichtern. Der westliche Teil scheint langsam im Sumpf zu verschwinden und ist kaum bewohnt. Der errichtete Damm am Rande des zentralen Flusses beschleunigt dieses Schicksal zusehends. Der andere, östliche Teil hingegen, ist gezeichnet von Geschäften, herrschaftlichen Häusern und einem belebtem Zentrum. Viel zu geschäftig für Elians Geschmack, doch glücklicherweise gibt es noch alte, leer stehende Hütten an dem Ort, wo der Nebel schwer zwischen den Bäumen hängt und die Sümpfe den Boden verschlucken.

Der Sternenbeobachter - Das Haus im Nebel
Elian Grausteins neues Zuhause – verborgen im Nebel von Twinbrook. Quelle: eigene Aufnahme, 2025.

Das kleine Haus war schlicht, fast spartanisch, doch genau das gefiel ihm. Luxus bedeutete ihm nichts – er suchte Ruhe, Klarheit und die Nähe zur Natur. Wenn der Wind durch die Äste streift, fühlte er sich angekommen.

Die grau-braune Fassade und das blecherne Schrägdach waren durch die vielen Jahre der Feuchtigkeit schon etwas mitgenommen. Der Sumpf schien auch an dieser Stelle so langsam seinen Platz einzufordern. Doch die steinernen Säulen, auf denen das Haus stand, waren noch nicht vollends versunken und hielten es nach wie vor über der matschigen Erde.

„Hier werde ich sicher nicht gestört werden“, dachte Elian und betrat seine neue Hütte. Ein Bett, zwei Sessel, Küche, Bad – kein unnötiger Krempel. Jetzt brauchte es nur noch einen trockenen Platz, wo er sein geliebtes Teleskop aufstellen konnte. Er war zufrieden, fast ein wenig euphorisch – und weit und breit waren keine Nachbarn in Sicht. Dieser Ort war eine Wohltat.

Wer ist Elian Graustein?

Elian ist ein Einzelgänger, doch nicht einsam. Die Natur ist seine Gesellschaft, die Sterne seine Freunde. Exzentrisch nennen ihn manche, wenn er nachts mit Notizbuch und Teleskop im Garten steht. Doch wer ihn näher kennt, weiß: Es ist gütig, genügsam und voller Fragen. Jeder Tag ist für ihn ein Dialog mit der Welt – zwischen Wald, Himmel und den eigenen Gedanken.

Schon als Kind zog es ihn hinaus in die Wälder am Rand seines Heimatdorfes. Während andere Kinder auf den Straßen spielten, sammelte er Steine, lauschte dem Rauschen der Bäume und notierte erste Beobachtungen in ein zerfleddertes Heft. Seine Lehrer hielten ihn für verträumt, doch Elian sah in jedem Stern am Himmel eine Geschichte, die nur darauf wartete, entdeckt zu werden.

Es war auch in jenen Jahren, dass er lernte, still zu sein – nicht aus Schüchternheit, sondern weil er die Welt lieber beobachtete, als sie zu übertönen. Wer genau hinsah, konnte schon damals erkennen: Dieser Junge würde nie ganz in die laute Menge passen, sondern seinen eigenen Weg suchen.

In seiner Heimat galt er bald als Sonderling – kaum jemand kannte seinen Namen, man nannte ihn nur „den Sternenbeobachter“. Fast jede Nacht verbrachte er am Teleskop, immer auf der Suche nach den Geheimnissen der Welt.

Tagsüber streifte er durch Wälder und Flussufer, um seltene Steine und Mineralien zu sammeln – die einzig wahren Besitztümer, die er wirklich schätzte. Er war überzeugt, dass sie Geschenke und Botschaften der Sterne enthielten. Um diese Rätsel zu entschlüsseln, verbrachte er die sonstige freie Zeit mit seinen zahlreichen Proben.

Der Sternenbeobachter - Elian Graustein
Elian Graustein – ein Suchender unter den Sternen. Quelle: eigene Aufnahme, 2025.

Die Rettung

Doch ein Teil von ihm konnte dem Hier und Jetzt nie entfliehen. In seiner Vergangenheit war er immer wieder mit den Herausforderungen konfrontiert, die das Leben für ihn bereithielten. Es war an einem jener Tage, an denen Elian durch die Wälder streifte, auf der Suche nach Mineralien und seltenen Steinen. Zwischen ihnen und dem feuchten Gras vernahm er plötzlich ein leises Winseln – ein Hund, verletzt und allein. Sein Fell war verfilzt, die Pfote blutig, und doch blitzte in seinen Augen ein Funken Leben. Für Elian gab es keine Zweifel: er musste helfen.

Vielleicht war es sein Mitgefühl, vielleicht die Erinnerung an seine eigene Einsamkeit – in diesem Moment sah er in dem Tier ein Spiegelbild seiner selbst. Wo andere nur einen streunenden Hund gesehen hätten, erkannte Elian einen Gefährten, der ebenso verloren war wie er. Er trug ihn nach Hause, versorgte die Wunden und gab ihm einen Platz an seiner Seite.

Der Hund blieb nicht lange – irgendwann zog er weiter, wie es Tiere manchmal tun. Doch die Begegnung prägte Elian. Sie erinnerte ihn daran, dass die Sterne zwar Antworten geben können, aber die Erde ihre eigenen Prüfungen bereithält.

Der Lauf der Zeit

Die Vergangenheit hatte Elian geprägt, doch nun begann ein neues Kapitel. Während er in Twinbrook sein neues Leben startete, ahnte er es bereits: Nicht nur die Sterne werden seine Aufmerksamkeit erregen, auch die Welt um ihn herum würde ihn weiter herausfordern. Die Zeit folgt ihrem Lauf und er wusste: Jeder Schritt, jede Begegnung würde Teil einer größeren Geschichte werden. Denn die Sümpfe flüstern von Geheimnissen, die nur darauf warteten, entdeckt zu werden. Und die Sterne hatten mehr zu sagen, als Elian ahnte…


Dies war der Auftakt von Elians Reise im Nebel von Twinbrook. Doch die Sterne haben noch viele Geheimnisse zu offenbaren. Lies weiter in Der Sternenbeobachter #02 – Die ersten Nächte, und entdecke, wie die Dunkelheit der Sümpfe erste Zeichen am Himmel enthüllt. Weitere Geschichten rund um Sims 3 findest du im Simversum Story-Archiv.

Kommentar verfassen

0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben scrollen